Klosterbibliothek

Die Gaesdoncker Klosterbibliothek

Das Collegium Augustinianum Gaesdonck ist besonders stolz auf seine Bibliotheken. Es gibt eine "Neue Bibliothek" mit Ausleihverkehr für Schülerinnen und Schüler, eine "Englische Bibliothek" mit Werken der modernen Fremdsprachen, eine Schülerbibliothek, als Präsenzbibliothek, in der Schüler wissenschafts-propädeutisch arbeiten können, und das Juwel, die Klosterbibliothek.

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Der unschätzbare Wert dieser Bibliothek wird schon dadurch dokumentiert, dass ein großer Teil der 6000 Werke in einem Sonderkatalog der Unversitäts- und Stadtbibliothek der Universität Köln aufgenommen wurde. Eine weltweit zugängliche Recherche im OPAC der Klosterbibliothek ist somit möglich. Diese Suchmöglichkeiten führen dazu, dass Wissenschaftler in ganz Europa die Möglichkeit haben, den Standort zu lokalisieren und gegebenenfalls vor Ort Einsicht zu nehmen.

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Hier die Vorstellung der "Bibliotheca domus presbyterorum Gaesdonck" auf der Seite der Universität Köln:

Die Bibliothek des Collegium Augustinianum in Gaesdonck bei Goch

Auf der Gaesdonck, einem um 1406 gegründeten ehemaligen Augustinerchorherrenkloster direkt an der niederländischen Grenze, blieb der größte Teil der nicht unbedeutenden Bibliothek auch nach der Aufhebung des Klosters 1802 an Ort und Stelle, weil es den Chorherren gelungen war, Kirche und Klostergebäude samt Inventar privat zu erwerben. Ein Teil der Bücher kam allerdings zwischen Aufhebung und Rückkauf abhanden; andere, die für die Kölner Zentralschule bestimmt waren, befinden sich ganz überwiegend noch am Ort. Eine Reihe von Handschriften kam in die Königliche Bibliothek in Berlin, die heutige Staatsbibliothek.Der Bestand wuchs aber auch um mindestens 500 Bände, die aus anderen niederrheinischen Klöstern zur Gaesdonck kamen, und durch alte Buchbestände, die das 1828 eingerichtete »Hülfspriesterseminar« der Diözese Münster sowie das ihm 1849 folgende Gymnasium erwarben. Zu den heute vorhandenen ca. 6.000 Bänden gehören neben 21 mittelalterlichen Handschriften ungefähr 150 Inkunabeln. Der Schwerpunkt des Bestandes liegt aber eindeutig im 16. und 17. Jahrhundert. Natürlich wird er von der Theologie geprägt, die quer durch alle Disziplinen gut vertreten ist und neben lateinischen vor allem französische und auch manche niederländische Titel enthält; besondere Beachtung verdient dabei die unauffällige, in Deutschland aber seltene französische und niederländische Erbauungsliteratur des 17. und 18. Jahrhunderts. Besonders bemerkenswert sind daneben aber nicht so sehr die z. T. sehr ansprechend kolorierten Inkunabeln und Postinkunabeln, sondern die Musikdrucke. Über ihren Bezug zum Augustinerchorherrenkloster – spiegeln sie die Musikpraxis Gaesdoncks wider oder nicht? – herrscht keine Einigkeit, um so mehr aber über ihre Seltenheit: von 134 Stimmbüchern gelten 51 als Unikate und weitere 23 als Unikate dieser Auflage.

Aus: Besselmann, Karl-Ferdinand: Alte Bücher – neu geschätzt. Köln 1998 (zitiert nach: http://gaesdonck.ub.uni-koeln.de/portal/home.html?l=de)

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Recherchieren in den Beständen der Klosterbibliothek

 

An dieser Stelle möchten wir nun auch auf den OPAC der Universitätsbibliothek Köln verlinken, so dass man von dieser Seite aus auf den elektronischen Katalog zugreifen kann. Klicken Sie auf die Grafik, um zum OPAC der Klosterbibliothek zu gelangen. Um in diesem Katalog etwas zu finden, ist es sinnvoll, mit Platzhaltern zu arbeiten. Möchte man Werke zu Augustinus finden, erreicht man schon eine beachtliche Trefferliste, wenn man nur augustinus* eingibt. 

Klicken Sie einfach auf die Grafiken oder hier, um zur OPAC-Seite der Universität Köln zu gelangen.

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Diözesanbibliothek Münster


In den Jahren 2010/2011 wurde der Bestand der Gaesdoncker Klosterbibliothek in der Diözesanbibliothek in Münster katalogisiert. Der Zugriff auf diese Datenbank, die alle bibliografischen Angaben enthält, kann über das Menü - Gaesdonck - Klosterbibliothek - OPAC - erfolgen. Hier wählen Sie dann aus der Liste der Einzeldatenbanken das Collegium Augustinianum Gaesdonck aus. Es steht aber auch der Gesamtkatalog der Diözesanbibliothek an gleicher Stelle zur Verfügung. Hier finden sich sogar die einzelnen Artikel der Gaesdoncker Blätter.

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