Judoka im Gegenwind
Peter schafft sie alle
Einige Änderungen in der Organisation der Schulmeisterschaften machten unseren Judoka besonders zu schaffen. Nur böse Zungen würden behaupten, es könnte etwas damit zu tun haben, dass unsere Jungen im letzten Jahr die Mannschaft des Landestrainers geschlagen haben und als Bezirksmeister in das Landesfinale einzogen.
Tatsache ist, dass in der Wettkampfklasse III die Gewichtsklassen nach unten verschoben wurden, so dass genau in dem Jahr, in dem vier unserer Höchstgraduierten die Ältesten gewesen wären und wohl so leicht von keiner Mannschaft des Schulbezirkes gestoppt worden wären, alle in der Klasse über 55 kg hätten antreten müssen.


Die letzte Begegnung gegen das Gymnasium Schwertstrasse Solingen hätte uns dann auf Platz zwei hieven können. Doch nachdem diese alle Klassen besetzt hatten und Christopher diesmal auf Punkt verlor, konnten die vorzeitigen Siege von Moritz und Peter nur das Ergebnis auf 2:3 (20:30) beschönigen, wobei Peter den international erfolgreichen Darius Tischner ausschalten konnte. Der dritte Platz schien uns damit sicher; aber leider haben die Solinger bei einem Kampf gegen Hilden nicht mit 10, sondern nur mit 7 Unterbewertungspunkten (=Waazari) verloren, so dass für die Gaesdoncker nur der undankbare vierte Platz blieb.
Da es aber noch vier leichtere Klassen gibt, blieb nur Lennart van de Weyer in dieser Altersklasse; Lennart Hale, Christopher Hale und Peter Auclair wechselten in die WK II zu Moritz Gerigk und Matthias Schmitz und waren somit die Jüngsten und mussten dennoch dort die unteren beiden Gewichtsklassen unbesetzt lassen, so dass jeder Kämpfer, der in den oberen drei Klassen eingesetzt wurde hätte gewinnen müssen. Doch dies gelang in der ersten Begegnung gegen den späteren Sieger, Wilhelmine-Fliedner-Realschule Hilden keinem. Der Kampf endete 1:4 (10:40), da der Gegner von Moritz lieber eine Klasse höher antrat und dies Moritz ohne Gegner die Punkte einbrachte. Die zweite Begegnung gegen das Landfermann-Gymnasium Duisburg, war dann aber ausgeglichen, da deren untere Klasse unbesetzt war und bei uns Christopher Hale und Peter Auclair ihre Kämpfe vorzeitig mit Ippon beendeten konnten; so dass es 2:2 (20:20) ausging, wobei Peter zum ersten Mal einen Braungurt (=1.Kyu) bezwang.
Noch schlimmer erging es dann unseren Nachwuchskämpfer in der WK III. Hier trauten sich zum Teil Quintaner auf die Matte, die noch nie einen Wettkampf bestritten hatten. Daher hatte ihr Judolehrer, Marcelino Rüth, sie für die Gruppe B (bis Orangegurt) gemeldet. Doch da das Collegium Augustinianum die einzige gemeldete Mannschaft in dieser Gruppe war, wurden sie nicht nur in die Gruppe A (bis Blaugurt) aufgenommen, sondern mussten auch in dem deutlich stärkeren Pool antreten. So dass Leon Beaupoil, Henning, Jansen, Arwed Effertz, Daniel Bieberstein, Christoph Janssen, Hendrik Berns und Jan Ritter ebenso das „Glück" hatten, gleich in der ersten Begegnung gegen den späteren Erstplazierten das Städt. Math.-Naturw.-Gymnasium Mönchengladbach antreten zu müssen. Allein die Verstärkung Lennart van de Weyer brachte da den einzigen Sieg ein. So verloren wir mit 1:4 (10:40). Schon die zweite Begegnung sollte die Entscheidung bringen, ob wir ins Halbfinale einziehen durften oder nicht. Hier stand uns das Steinbart-Gymnasium Duisburg gegenüber. Dank des souveränen Sieges von Daniel und eines absolut überraschenden Unentschiedens von Hendrik gegen einen deutlich höher Graduierten (Gelb= 7.Kyu gegen Grün=3.Kyu), hätte ein weiterer Sieg uns weiter gebracht; doch da wir auch hier eine Gewichtsklasse unbesetzt hatten und der letzte Kampf leider auch unentschieden ausging, musste auch diese Mannschaft sich nach einem 1:2 (10:20) mit dem 5.Platz zufrieden geben.



