Astronomie für Schüler verständlich gemacht
Permanent durchlöchert von Kosmischer Strahlung ?....
Ganz entspannt versicherte Herr Prof. Hörandel, von der Astronomischen Fakultät der Radboud-Universität in Nijmegen, dass dies ziemlich ungefährlich sei. Aus den Weiten des Alls erreichen uns ca. 130 Teilchen pro Sekunde und Quadratmeter. Zum Beweis brachte Prof. Hörandel zu seinem Vortrag am Freitag, dem 20. Januar, in der Aula des Collegium Augustinianum Gaesdonck eine Messapparatur mit, in der es gut sichtbar alle paar Sekunden blitzte.
Vor rund 100 Schülern der Physik Grund- und Leistungskurse erklärte Prof. Hörandel, dass ein Teil der Strahlung eine vergleichsweise kurze Reise hatte und von unserer Sonne stammt, andere Partikel dagegen viele Millionen Jahre z.B. in unserer Galaxis umherirren, ehe sie vor den Augen der Schüler zu einem Blitz in der Apparatur führen.
Noch viele andere Superlativen stecken in der Kosmischen Strahlung: Wussten Sie, dass die kosmischen Teilchen rund 1000 mal energiereicher sind, als die Objekte, die mit ungeheurem Aufwand im Teilchenbeschleuniger LHC in Genf erzeugt werden? Herr Prof. Hörandel macht es anschaulich: Die Energie eines Tennisballs nach einem Aufschlag von Novak Djokovic oder Boris Becker verteilt sich beim Ball auf rund 100 000 000 000 000 000 000 000 Atome (100 Trilliarden?). Bei der Kosmischen Strahlung hat allerdings ein einzelnes Teilchen diese Energie!... Verständlicherweise entsteht beim Zusammenprall mit einem Luftteilchen eine Kaskade, eine „Schauer" von vielen Tochter-Teilchen, die Herr Prof. Hörandel in einer Fotomontage, aber in richtigen Größendimensionen, über der Klosterkirche sichtbar werden ließ.
Vor zu vielen solcher Kaskaden in unserem Körper schützt uns im Wesentlichen unsere Atmosphäre. Gott sei Dank!
Mit anschaulichen Bildern und Animationen, witzig und gut verständlich für die Allermeisten erklärte Prof. Hörandel Geschichtliches, Technisches und Verblüffendes rund um die Kosmische Strahlung und berichtete von der aktuellen Grundlagenforschung auf diesem Gebiet.
Wer den heutigen Vortrag im Rahmen einer Kooperation der Gaesdonck mit der Radboud-Universität in Nijmegen verpasste, hat Glück im Unglück: Am 18. April kommt Herr Prof. Hörandel erneut in unsere Schule, diesmal im Rahmen eines Vortrags im Studium Generale zum Thema „Ich und Sterne? Was hat das miteinander zu tun?". Termin vormerken!





