KI-Workshop für die Jahrgangsstufe 10

Von Christoph Kösters

Am 7. Juli beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 in einem ganztägigen Workshop intensiv mit dem Thema Künstliche Intelligenz. Konzipiert wurde der Workshop von Sandra Kramprich, die als KI-Beraterin und Coachin Organisationen dabei unterstützt, Künstliche Intelligenz sinnvoll und verantwortungsvoll einzusetzen. Gemeinsam mit den Lehrern Christian Haumer und Christoph Kösters setzte sie den Workshop an unserer Schule um. Ziel des Tages war es, den Jugendlichen nicht nur technische Möglichkeiten zu zeigen, sondern sie vor allem zu einem reflektierten und kritischen Umgang mit KI zu befähigen. Dies ist eine Kompetenz, die gerade mit Blick auf die Oberstufe immer wichtiger wird.

In sechs Teams traten die Schülerinnen und Schüler in drei Challenges gegeneinander an. In der ersten Runde ging es darum, KI-Ergebnisse zu typischen Unterrichtsaufgaben genau unter die Lupe zu nehmen. Viele Antworten wirkten zunächst überzeugend, enthielten bei genauerem Hinsehen aber Fehler, Ungenauigkeiten, Auslassungen oder gingen teilweise an der eigentlichen Aufgabe vorbei. Die Teams mussten diese Schwachstellen finden, belegen und einordnen. Dabei entwickelten sie eigene Prüfkriterien und lernten, dass KI-Ergebnisse niemals ungeprüft übernommen werden sollten. Bewertet wurde nicht nur, ob ein Fehler erkannt wurde, sondern vor allem, wie sorgfältig die Schülerinnen und Schüler vorgingen: Wurden Quellen genutzt? Wurde diskutiert? Wurden mögliche Ursachen wie unklare Prompts oder fehlender Kontext erkannt?

Darauf aufbauend stand in der zweiten Challenge das richtige Prompting im Mittelpunkt. Aus einem schwachen Roh-Prompt entwickelten die Gruppen einen möglichst starken und wiederverwendbaren Lern-Coach-Prompt. Dabei zeigte sich schnell: Die Qualität einer KI-Antwort hängt entscheidend davon ab, wie klar die Eingabe formuliert ist und welches Material zur Verfügung gestellt wird.

In der dritten Challenge wurde es besonders kreativ. Die Teams entwickelten eigene Ideen für KI-Assistenten und überlegten gemeinsam, wie ein solches Tool beim Lernen wirklich helfen könnte. Dabei ging es weniger darum, ein perfektes fertiges Produkt zu präsentieren, sondern darum, eine tragfähige Idee zu entwickeln, technische Möglichkeiten auszuprobieren und konstruktiv zusammenzuarbeiten. Die beste Idee wurde am Ende im Plenum ausgewählt.

Unterstützt wurden die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler von engagierten Schülerinnen und Schülern der Q2: Elisa Weß, Laurin Ricking, Lilith Kramprich, Cecilius Kukuk, Maria Krzyzewska und Wiktoria Denk standen den Teams beratend zur Seite, halfen bei Fragen und begleiteten die Bewertung. Der Workshop machte deutlich, dass KI ein hilfreiches Werkzeug sein kann, wenn man sie bewusst, kritisch und verantwortungsvoll nutzt. Zugleich wurde klar: Künstliche Intelligenz kann das eigene Denken unterstützen, aber nicht ersetzen.

Text und Fotos: Ch. Kösters